und wir atmen sie mit Haut und Lunge
Das Wohlbefinden eines Fisches hängt von der Qualität des Wassers ab, das der Menschen und anderer Lebewesen von der Qualität der Luft, die zur Verfügung steht.
Luftfiltration in Innenräumen dient heute insbesondere den Menschen, die sich durch Umwelteinflüsse zu Hause oder am Arbeitsplatz in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt fühlen. Das kann von der Raumausstattung oder den verarbeiteten Materialien kommen.
Der Verkehr macht täglich bewusst, was an Luftbelastung auch in die Wohnung dringt. Das beste Beispiel ist die aktuelle Diskussion um die Feinstaubbelastung in unseren Städten und Gemeinden. Feinstaub macht krank.
Auch Grünanlagen sind vom Schadstoffeinfluss nicht ausgeschlossen. Der Wind transportiert zum Beispiel den Saharastaub bis nach Europa. Gewohnheiten wie das Rauchen sind in dieser sensibilisierten Umweltdiskussion zum Dauerthema geworden. Passivraucher mobilisieren. Hunde, Katzen und Vögel gelten als Allergenspender. Darüber hinaus machen Pollenwarndienste in allen Medien mobil.
War das vor 100 Jahren auch schon so? Nein, es war offensichtlich nicht so. Natürlich erreichen uns wissenschaftliche Erkenntnisse heute substantivierter und schneller als in früheren Zeiten. Dennoch, der Pollenflug geht heute einher mit einem Gift-Cocktail aus Autoabgasen und Industrie. Deswegen reagieren wir offensichtlich allergischer auf Pollen als früher. Ältere Leute, Kleinkinder, Kranke und Menschen im Arbeitsprozess, die Tiere und unser Wald sind gleichermaßen von der Luftqualität betroffen. Die Aufklärung über das richtige Lüften und die Beseitigung der Quellen werden zu oft ignoriert. Die Luft besser zu machen spricht prinzipiell jeden sensiblen Menschen an. Gute Luft schärft eben die Sinne.
Gutes Essen und Wein schmecken noch besser in reiner Luft. Der Raucher genießt seine Zigarre vor einer Skihütte in den Bergen unvergleichlich mehr, als in seiner Stammkneipe oder in der Wohnung.
Wie sollte man sich organisieren? Um zum Beispiel herauszufinden, ob die Luft in Innenräumen besonders belastet ist, wird die Staubkonzentration der jeweiligen Raumluft gemessen. Je nach Testergebnis und Empfindlichkeit entscheidet die betreffende Person, in speziellen Fällen auch ein Arzt oder auch ein Baubiologe, ob Luftreinigungsmaßnahmen zu empfehlen sind. Eine solche Maßnahme kann sich im Einzelfall auch erübrigen, wenn Quellenbekämpfung und Quellensanierung möglich ist.